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Queer Kunst Machen; Behauptungen ausstellen :: Haltungen einnehmen :: Strike a pose!

April 24, 2007

Queer Kunst Machen
Workshop bei Helga Broll neben BILDWECHSEL
Kirchenallee 25, Hamburg Hauptbahnhof
Fr.-So. 27-29. April, Anmeldung: hb@galerie-broll.com

bitte so bald wie möglich anmelden bei: hb@galerie-broll.com
*Kategorien schränken uns ein, aber gleichzeitig sind wir von ihnen
angezogen, produzieren neue, kaum dass wir alte losgeworden sind, und
versammeln uns in ihnen.
Der Workshop findet im Vorfeld der Ausstellung “Behauptungen
aufstellen :: Haltungen einnehmen :: Strike a pose!” statt und bietet
Künstler_innen die Möglichkeit, ein Wochenende lang in kooperativen
Praxen den Ausstellungsraum unter dem Motto “queer kunst machen”
einzunehmen und auf die öffentliche Präsentation hin zu gestalten.
Queer arbeitet in diesem Zusammenhang an Behauptungen und Kategorien,
an Haltungen und Posen.
Behauptungen und Kategorien funktionieren als normative
Regulierungen, als Grenzzäune und Ausschlussrezepte, aber auch als
mögliche gemeinsame Positionen, als Anrufungen, Einladungen und
Aufenthaltsräume. Sie sind ein wichtiger Modus, um Körper in die
Zweigeschlechtlichkeit hinein zu locken, hinein zu zwingen: Sie regen
an Haltungen einzunehmen, zu posieren. Behauptungen und Haltungen
inszenieren gemeinsam Verhältnisse von Zeichen, Körper und Raum.
Räume und Körper werden damit zum Material, an dem sich Normen und
Gewalt, aber auch Strategien des Scheiterns, des Unterlaufens, der
Mis-Identifikationen vollziehen. Und sie fungieren als Fetische
dissidenten Begehrens.

„Queer Kunst Machen“ bezieht sich auch auf Fragestellungen die sich
aus dem Workshop “Queere Kunst. Theorie. Politik”!  initiiert von
Renate Lorenz Christine Campe, Inken Holtmann, Sonja Mönkedieck, Yara
Spaett, Wibke Straube, Tim Stüttgen, Christiane Wehr der im April
2006 an der HfbK Hamburg stattfand, entwickelt haben

Anmeldung: hb@galerie-broll.com

Der Workshop und die Präsentation sind Teil eines
Veranstaltungskonglomerats organisiert vom Institut für Queer
Theory , PD Dr. Susanne Krasmann, bildwechsel, Galerie Broll,
Stefanie Bentrup, Wiebke Frieß, Do. Gerbig, Claudia Jachnik, Janna
Joke Janssen, Janina Johannsen,

Behauptungen ausstellen :: Haltungen einnehmen :: Strike a pose!
Präsentation von Mi. 16. Mai – Mo. 30. Mai 2007
Eröffnung 16 Mai 19h
Helga Broll neben BILDWECHSEL
, Kirchenallee 25, Hamburg Hauptbahnhof

Eine Kooperation der Galerie Helga Broll mit dem Institut für Queer
Theory (www.queer-institut.de) und bildwechsel. Dachverband für
Frauen / Medien / Kultur (www.bildwechsel.org)

Die Ausstellung befasst sich mit den Prozessen der Herstellung von
Zweigeschlechtlichkeit :: ihrer Gewaltförmigkeit, mit dem –
produktiven – Scheitern an ihr und den Strategien des Unterlaufens
geschlechtlicher Eindeutigkeit. Es werden künstlerische Positionen,
Fragen und andere Ereignisse und Strategien des produktiven
Scheiterns an den Anforderungen der Zweigeschlechtlichkeit
vorgestellt und präsentiert.
Mit der Hilfe von Zeichen :: Sprachen :: Bildern verfolgen die
Teilnehmer_innen die Konstruiertheit von Zweigeschlechtlichkeit,
deren Ordnungen :: Vokabularien :: Referenzen ihre Verbindungen und
Grenzen durch die Ausstellungsräume ziehen.
Gesucht :: postiert :: gefunden? werden die Körper, die als Fixpunkte
und Austragungsflächen nicht glatt in den Normen der
Zweigeschlechtlichkeit aufgehen können und wollen, sondern als Orte
des Scheiterns Spuren hinterlassen und Zeichen setzen, die der
Eindeutigkeit ein Schnippchen schlagen und wünschenswerterweise
wahrscheinlich “das System” in Gefahr bringen.

Für die Beteiligten bedeutet die Beschäftigung innerhalb dieser
Themenfelder einerseits eine Kritik an pathologisierenden und
diskriminierenden Repräsentationen der Medizin, der
Sexualwissenschaften und der Medien, insbesondere im Umgang mit
Intersex- und Transgender-Körpern. Gleichzeitig aber feiern wir das
freudige Aufmachen von Räumen, in denen ein Scheitern an der Norm zum
produktiven Ereignis werden und der Körper als Normverletzung ein Ort
subversiver Glücksempfindungen darstellen kann.
Wir wollen gleichzeitig persönlich werden und Wege finden, Systeme zu
verletzen. Wir wollen mit Un/Sichtbarkeitswünschen arbeiten und
Authentizität zum Thema machen.

Referenzpunkt der Ausstellung ist eine Fotoserie, die die Künstlerin
Marianne Wex in den 70er Jahren unter dem Titel «“Männliche“ und
„weibliche“ Körpersprache als Zeichen patriarchaler
Machtverhältnisse» entwickelt hat. Ausgehend hiervon werden aktuelle
Positionen und Arbeiten gezeigt und in Workshops entwickelt, die sich
mit den Prozessen der Herstellung und des Unterlaufens
geschlechtlicher Eindeutigkeit befassen.
Es werden außerdem verschiedene Zeitströmungen und ihre Diskursre
repräsentiert, die politische und (sub)kulturelle Bedingtheiten als
Material für künstlerische Produktion nutzen und ermöglichen.
Hierbei geht es darum, die Möglichkeiten von Haltungen und Posen als
einzunehmende und abzubildende und den Gestus des Herstellens
auszuloten.
Auch im Hinblick darauf, was erlaubt, um Wünsche vor-, Differenzen
dar- und Behauptungen aufzustellen, ohne vorrangig etablierte
Geschlechterkategorien zu bestätigen.

Mit
Stefanie Bentrup :: bildwechsel :: Monika Dillier :: Ines Doujak ::
Antke Engel :: Karin Erni :: Wiebke Frieß :: Do Gerbig ::  Janna Joke
Janssen :: Janina Johannsen :: KAP (www.lodypop.ch) :: Melani
Klaric :: Karin Kröll :: Muda Mathis :: Jenni Ramme :: Chris Regn ::
Christina Schäfer :: Fender Schrade :: Yam :: Marianne Wex :: Sus
Zwick und Beteiligten des Workshops „queer Kunst machen“ und aus der
„Sammlung Helga Broll“

******************************************************************

Veranstaltungen
WORKSHOP
* Queer Kunst Machen,
Workshop, Fr-So 27.-29.April 2007, nach Anmeldung: hb@galerie-
broll.com, Kirchenallee 25, Hamburg City

FILMPROGRAMM
* Die gefühlte Hose,
Filmabend, Sa, 12. Mai 2007, ab 20.00Uhr, Metropolis Kino,
Dammtorstr. 30a, Neustadt

PERFORMANCEABEND
* Queer Monday mit Evi Nic und C, Bounty und Band,
Mo, 14.Mai 2007, 20h, Buttklub,          Hafenstr.126, St. Pauli

PRÄSENTATIONEN
* Behauptungen aufstellen :: Haltungen einnehmen :: Strike a pose!
Ausstellungseröffnung, 16.Mai 2007, 19h bis 30.Mai 2007, Kirchenallee
25, Hamburg Hauptbahnhof

VORTRAG
* Sexual Politics, Torture, and Secular Time,
Vortrag Judith Butler, Fr 18.Mai 2007, 18.30Uhr, Universität Hamburg,
Hauptgebäude, Hörsaal A, Edmund-Siemers-Allee 1

T-WORKSHOP
* Queer, Sexualpolitiken und der Menschenrechtsdiskurs,
Workshop, Sa 19.Mai 2007, 10.30-20.00Uhr Ko-Stelle Rothenbaumchaussee
19, 1.Stock

One Comment leave one →
  1. May 4, 2009 2:18 pm

    schicken sie mir noch ein paar Informationen über ihre Kunst Ausstellungen
    mit freundlichen Grüssen Zebra Hans Thelen

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